Bernburg, Schloßstraße 24

Adresse
Schloßstraße 24
06406, Bernburg

Angebote an diesem Ort:

Schloss Bernburg

Ort: Bernburg, Schloßstraße 24

Telefon: +49 3471 62 50 07
Homepage

Beschreibung

Öffnungszeiten:

01. April bis 31. Oktober

Di – So, Feiertage   10.00 – 17.00 Uhr

01. November – 31. März

Di – Do   10.00 – 16.00 Uhr
Fr 10.00 – 13.00 Uhr
Sa, So, Feiertage 10.00 – 16.00 Uhr

Das Bernburger Schloss am östlichen Saaleufer ist das einstige Residenzschloss der Fürsten und späteren Herzöge von Anhalt-Bernburg. Die Schlossanlage am östlichen Saaleufer geht auf eine mittelalterliche Höhenburg zurück. Sie wird 961 in einer Schenkungsurkunde Otto I. als Rund- und Fliehburg erwähnt. 1138 gehen große Teile der Burganlage durch Brandstiftung verloren. In der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts wird sie unter dem sächsischen Herzog Bernhard III. aus dem Hause Askanin (Bernhard war der jüngste Sohn Albrecht des Bären, beide wohnten 1157 dem Begräbnis Konrad des Großen, siehe Stiftskirche Petersberg, bei) als romanische Burganlage wiederaufgebaut. Aus dieser Zeit ist der mächtige Bergfried im Burghof erhalten. Er gilt als Handlungsort des mittelniederdeutschen Volksbuches Till Eulenspiegel und wird deshalb  Eulenspiegelturm genannt. Auch die teilweise erhaltene Burgkapelle stammt aus romanischer Zeit. Ab 1498 ist das Schloss Verwaltungsmittelpunkt und Wohnort der Fürsten von Anhalt-Köthen. 1538 entstand der heute nur noch teilweise erhaltene Wolfgangbau, ein turmartiges Renaissancegebäude. Er wurde 1567 als Wohngebäude verlängert, es entstand das sogenannte Langhaus. Fürst Joachim Ernst von Anhalt verlegte in den 1570-er Jahren seinen Sitz nach Dessau, damit verlor Bernburg an Bedeutung. Dies änderte sich kurze Zeit, als es 1606 bis 1765 Residenz einer Anhaltiner Teillinie wurde. Nach dem Aussterben dieser Bernburger Linie 1863 und der Vereinigung mit Anhalt-Dessau ging die Bedeutung Bernburgs wieder zurück.

Bis heute fanden umfangreiche Restaurierungsarbeiten am Schloss statt.

Im 1860 angelegten Bärengehege im Burggraben können zwei Braunbären erlebt werden.

Das 1893 gegründete Museum zeigt u.a. eine Sammlung archäologischer Fundstücke und heimatkundlicher Objekte, Sammlungen aus Mineralogie, Naturkunde, Numismatik, zeitgenössischer Kunst, Technik- und Kulturgeschichte der Mühlen und eine Ausstellung zur Residenzgeschichte.

Für Kinder- und Jugendliche werden verschiedene Veranstaltungsprogramme angeboten.